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Informatik-Unterricht in Hamburg, 2. Fachtagung 2005


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Am 29.10.05 fand die 2. Fachtagung der GI-HILL statt ( 1. Fachtagung). Auf diesen Seiten finden sich das Programm und die Materialien der einzelnen Workshops.

Die Veranstaltung wurde besucht von etwa 140 Kollegen aus Hamburg und den benachbarten Bundesländern.

Termin

29. Oktober 2005 von 09.00Uhr - 17.00Uhr

 

Ort

Gymnasium Lohbrügge
Binnenfeldredder 5
21031 Hamburg

 

Ablauf

Zeit


ab 8:30 Uhr

Ankunft

09:00

Begrüßung

09:30

1. Hauptvortrag: Volker Claus, Stuttgart:

Das kommende Bachelor-Master-Studiensystem und seine Auswirkungen auf den Informatikunterricht

Mit dem Bachelor-Master-System ab ca. 2006 wird zugleich das Studium gestrafft und Eignungsfeststellungsverfahren werden Pflicht. Es wird ein enges Netz von Evaluationen, Rankings, Tests usw. für die Studierenden, für die Lehrenden und für die Hochschulen entstehen. Dadurch wirken die Inhalte des Bachelorstudiums Informatik (siehe Empfehlungen des Fakultätentags Informatik vom 19. November 2004) auf den Schulunterricht zurück. Diese Entwicklung begünstigt einen an Sprachen, Prozessen, Objekten und an „der Information“ orientierten fachdidaktischen Ansatz; auch werden die Schüler(innen) bereits in der Schule verstärkt einem Wettbewerb unterzogen.
Der Vortrag prognostiziert im ersten Teil die neue Hochschullandschaft und ihre Bedingungen ab dem Jahre 2010 und untersucht im zweiten Teil, welche Folgerungen sich hieraus vor allem für den Informatikunterricht, aber auch für die Förderung von Schüler(inne)n und für die Lehrerausbildung ergeben.

Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Claus ist Vorsitzender des Fakultätentags Informatik

Folien vom Vortrag (.ppt ca. 3MB)

10:30

Pause

11:00

Workshops zum Informatik-Unterricht I

12:30

Mittagspause

14:00

2. Hauptvortrag: Jochen Koubek, Berlin:

Informatik, Mensch und Gesellschaft

Die Herausforderungen der sich abzeichnenden Informationsgesellschaft haben längst auch den schulischen Alltag erfasst: Fragen nach dem Umgang mit geistigem Eigentum, mit eigenen und fremden Daten, mit  echten und falschen Informationen oder nach der Verantwortung für veröffentlichte Inhalte beschäftigen Lehrer und Schüler aber  zunehmend auch Anwälte und Gerichte.
Angesichts realer Bedrohungen und Unsicherheiten sollte der Informatikunterricht sich verstärkt darum bemühen, Schülerinnen und  Schüler nicht nur auf Computer sondern auch auf ein Leben in der  Informationsgesellschaft vorzubereiten. Und das heißt auch auf einen kompetenten, sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Informationstechnologien.

Folien
Anmelden mit:
Benutzer:koubek
Passwort:public

15:00

Pause mit Tee und Kaffee

15:30

Workshops zum Informatik-Unterricht II

17:00

Ende der Veranstaltung

 

 

Workshops zum Informatik-Unterricht I und II

Nr.

Klassenstufe

Referent/-in

Thema

Material
2 alle Ruedi Arnold, Zürich Entdeckendes Lernen im Informatikunterricht

Informatik-Unterricht ist häufig geprägt durch ein Vermitteln von Theorie mit anschliessenden Übungen. Wichtige Aspekte wie etwa selbstständiges Arbeiten, Kreativität und kritische Reflexion werden dabei zu wenig berücksichtigt. Eine Alternative stellt die Unterrichtsmethode des Entdeckenden Lernen dar. Wir skizzieren in diesem Workshop die Methode des Entdeckenden Lernen allgemein und zeigen anhand von zahlreichen sehr unterschiedlichen Beispielen exemplarisch auf, wie Entdeckendes Lernen im Informatik-Unterricht eingesetzt werden kann. Die Teilnehmenen haben die Möglichkeit anhand der beiden Themen Gestaltung behindertengerechter Websites und Einstieg in die Aussagenlogik mittels Verkehrssteuerung selber Erfahrungen mit dieser Unterrichtsmethode zu machen.
Folien und Arbeitsblätter (.pdf 1,5 MByte)

SwissEduc (Materialien zu "Entdeckendem Lernen")

Projekt InfoTraffic
3 alle  Ingrid Wetzel und Britta Linnemann, Hamburg Trial and Error - geht das auch systematisch?

Lerntypsensitive Aspekte im Informatikunterricht für Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen

Nach einem Kurzvortrag über Lerntypaspekte beim Erschließen neuer Technologien wenden wir uns exemplarisch dem Installieren aktueller Webtechnologien (u.a. Tomcat) zu. Eine Auswertung der möglichen Herangehensweisen beim Installieren sowie über eigene Erfahrungen aus dem Schulunterricht führt zu einer Diskussion über unterschiedliche
Lerntypen. Daraus resultierende Impulse sollen einfließen in die Informatiklehre, insbesondere im Hinblick auf die Motivation und Einbindung von Schülerinnen, und die Planung zukünftiger Projekte.
Frauen - Informatik - Uni-Hamburg
4 alle Jens Stolze und Christian Borowski,
Hamburg
Pädagogische und technische Überlegungen zum Einsatz der Lernplattform Moodle im Unterricht

Moodle ist die zur Zeit interessanteste Entwicklung im Bereich der Lernplattformen. Diese modular aufgebaute Webplattform ermöglicht es Lerneinheiten zu Kursen zusammenzustellen, die über das Intranet den Schülerinnen und Schülern zum eigenverantwortlichen Lernen zur Verfügung stehen.

In unserem Workshop wollen wir uns mit folgenden Fragestellungen beschäftigen:

  • Installation und Wartung von Moodle
  • Moodle aus Perspektive der Lehrerinnen und Lehrer - Moodle aus Sicht der Schülerinnen und Schüler
  • Einsatzszenarien (Kommunikations-, Material- und Testplattform)
  • effektive Kurserstellung (... erste Schritte)
  • Unterrichtserfahrungen aus den WP-Kursen Informatik
Wir hoffen mit diesem Workshop interessierten Kolleginnen und Kollegen den Einstieg in die komplexe Welt des eLearnings zu erleichtern.

Jens Stolze und Christian Borowski
Präsentation

5

8/9/10


Ingrid Denecke, Hamburg

VRML - 3D Modellierung

Die Virtual Reality Modeling Language (VRML, gesprochen Wörml) ist eine Skriptsprache, bzw. eine HTML-Erweiterung, die es erlaubt dreidimensionale Szenen darzustellen. Damit steht eine preiswerte Möglichkeit zur dreidimensionalen Visualisierung zur Verfügung, die in den unterschiedlichsten Unterrichtsfächern genutzt werden könnte.
VRML eignet sich gut für den Einsatz im Wahlplichtbereich 8/9 bz.s 9/10.
VRML-Präsentation (.pdf 81 kByte)
VRML-Beispiele (.pdf 75 kByte)
Besipiel: Koerper_einer.wrl
Beispiel: Koerper_zwei.wrl
Beispiel: Koerper_zwei_Bewegung.wrl

http://www.gyloh.de/projekte/vrml/
6 8/9/10 Rita Freudenberg, Magdeburg Etoys – eine Modellierungsumgebung für Squeak

Squeak ist eine auf Smalltalk basierende Programmierumgebung, die sowohl für Einsteiger als auch für professionelle Entwickler geeignet ist. Für die verschiedenen Nutzergruppen gibt es eigene Zugänge zum System, einer dieser Zugänge sind die Etoys. Hier erfolgt eine graphische Interaktion mit Objekten, deren Verhalten mit einer Skriptsprache beschrieben wird. Diese Skriptsprache ist sehr nah an die natürliche Sprache angelehnt, so dass viele Befehle intuitiv verständlich sind. Da mit "Drag & Drop" programmiert wird, ist auch die Gefahr von Syntaxfehlern sehr gering. Die leichte Erlernbarkeit schafft die Voraussetzung für den Einsatz von Squeak auch in anderen Unterrichtsfächern. Ziel eines Squeak-Projektes ist es, Vorgänge der Realität nachzubilden, um sie dadurch besser zu verstehen. Ein entscheidender Vorteil von Squeak ist die Tatsache, dass die Schüler von Anfang an mit einem vollständigen Smalltalksystem arbeiten und sich dessen Funktionalität durch weitere Zugänge aufbauend auf ihren Erfahrungen erarbeiten können. So erschließt sich ihnen die ganze Welt der objektorientierten Programmierung.
Präsentation (.ppt 140 kByte)

http://www.squeak.de/
Squeak in der Lehramtsausbildung
7 8/9/10 Kai von Luck, Hamburg Informatik-Projekte mit mobilen Robotern an Schulen Lego-Robots@fh-hamburg
10 11 Jan Schöttler, Hamburg Informationssysteme/Datenbanken

Information ist im Informationszeitalter von ganz zentraler Bedeutung, ihre Bedeutung wird oft verglichen mit der der Industrie im Industriezeitalter.
Information muss daher in geeigneten Systemen gespeichert werden und jederzeit und einfach verfügbar sein. Den dafür zuständigen Informationssystemen, meist Datenbanken, fällt daher eine wichtige Aufgabe zu. Der Bereich Datenbanken/Datenbanksysteme gehört zu den Kern-Inhalten der Informatik. In diesem Bereich gibt es auch umfangreiche Theoriegebäude, die deutlich machen, dass Informatik eine Wissenschaft ist und wesentlich mehr umfasst, als nur Programmierung. Diese Bedeutung wird auch dadurch unterstrichen, dass dieses Thema verpflichtend ist für den Unterricht in der Vorstufe der gymnasialen Oberstufe.
11 12/13 Claus Albowski,
Hamburg
Objektorientiert modellieren und programmieren mit BlueJ

Der neue Rahmenplan Informatik für die gymnasiale Oberstufe sieht für das erste Halbjahr der Studienstufe den Themenbereich "Grafiksysteme" vor, wobei u.a. die objektorientierte Modellierung und Programmierung erlernt werden soll. In der Veranstaltung wird ein Überblick über eine entsprechende Unterrichtssequenz unter Verwendung der Entwicklungsumgebung BlueJ für Java gegeben.
Vortragsdateien
12 12/13 Henry Herper, Magdeburg Modellbildung und Simulation mit Win-GPSS

Die Simulation von Bedienungssystemen ist ein geeignetes Applikationsgebiet für das Erlernen des informatischen Modellierens. Es können Systeme modelliert werden, die aus der Erfahrungswelt der Schüler kommen. Dazu gehören z.B. Modelle einfacher Bedien- und Verkehrssysteme. An diesen Beispielen können alle Phasen des informatischen Modellierens von der Systemanalyse über die Codierung bis zur Resultatbewertung durchgeführt werden. Bei der Übertragung des abstrakten Modells in das Computermodell lernen die Schülerinnen und Schüler die Simulationssprache WinGPSS kennen. Da zur Implementierung der Modelle nur wenige Anweisungen benötigt werden, bleibt der Unterrichtsschwerpunkt das Modellieren.
Simulationsmodelle bieten weiterhin den Vorteil, dass gezielte Experimentierstrategien erarbeitet und am Modell erprobt werden können. Die Experimentierphase entspricht der Nutzungsphase von Softwareprodukten. Mit Hilfe des Simulationsmodells soll das Verhalten des modellierten Systems in Abhängigkeit von Parameteränderungen bewertet werden. Wichtig ist dabei, die stochastischen Einflüsse zu berücksichtigen und eine geeignete Anzahl von Simulationsläufen durchzuführen. Weiterhin ist es notwendig, eine Zuordnung von Eingabeparametern zu Resultatdaten vorzunehmen. Die gewonnenen Ergebnisse sind kritisch zu bewerteten und mit dem Verhalten des realen Systems zu vergleichen.
Sollen die Simulationsresultate über ein Animationsmodell visualisiert werden, so ist eine Schnittstelle zu Proof vorhanden. Bei der Arbeit mit der Kombination WinGPSS und Proof erkennen die Schülerinnen und Schüler die Zusammenhänge zwischen der Bewegung der Transaktionen im Simulationsmodell und der Objekte im Proof-Modell.
Folien (.pdf 960kByte)
13 12/13 Herbert Nieder,
Hamburg
Kontinuierliche Simulation mit Dynasys

Für den Themenbereich Simulation dynamischer Systeme im 4. Semester der Studienstufe ist vorgesehen, dass die Schülerinnen und Schüler dynamische Systeme aus gesellschaftlich relevanten Bereichen modellieren. Dazu gehören insbesondere auch Probleme aus dem Aufgabengebiet Globales Lernen. Die Fähigkeit zur Beurteilung von Simulationen und den dazugehörigen Modellen soll gefördert werden.
Die Schülerinnen und Schüler lernen grundlegende Modelltypen und den Modellbildungszyklus kennen und erfahren den Einfluss von leichten Parameterveränderungen auf die Simulationsergebnisse. Sie reflektieren dabei die Zuverlässigkeit der Vorhersagen ihrer Modelle.
In dem Workshop sollen Beispiele der Modellierung und Simulation mit Dynasys aus meinem Unterricht und einige Beispiele von Klausuraufgaben bis hin zu einer Abituraufgabe vorgestellt werden.
15 Administration Bernd Burre, Hamburg Linux-Workshop

Auf dem Server www.linux-hamburg.de finden Sie die Seiten des Linux-Arbeitskreises Hamburg. Die hier erarbeitete Konfiguration ist Grundlage für die Kommunikationsserver in 200 Hamburger Schulen. Die Installation dieser Server erfolgte in den Jahren 1998 und 1999. Viele dieser Systeme laufen immer noch.

Bernd Burre arbeitet zur Zeit an einer Lösung für "Fat Clients". Das sind Rechner ohne Festplatte, die ihr Linux-System von einem zentralen Server beziehen, aber alle Programme lokal ausführen. Die Ergebnisse wird er aktuell in dem Workshop vorstellen.

Der Workshop bietet auch die Gelegenheit Probleme und Erweiterungsmöglichkeiten für Linux-Systeme zu diskutieren.
Text zum Workshop (.pdf 100kByte)

http://www.linux-hamburg.de

 

 

Ausstellung

Während des gesamten Tages ist in der zentralen Pausenhalle eine Ausstellung eingerichtet. Folgende Aussteller werden dort anwesend sein: